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Der TagÖkonom: Ehegattensplitting kostet Staat zu viel

29.03.2016, 11:15 Uhr

Das Ehegattensplitting taugt seit Jahren zu Zank und Streit in der Familienpolitik. Den einen gilt es als bewahrenswert, den anderen als Relikt aus den 50er-Jahren, als die Einverdienerehe mit der Hausfrau am Herd die Regel war. Jetzt geht ein Ökonom des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung mit dem Steuervorteil für extrem ungleich verdienende Ehepaare ins Gericht.

  • Das Splitting begünstige "überproportional Eheleute, die schon viel haben", ist der erste Kritikpunkt von DIW-Chef Marcel Fratzscher.

  • Dem Fiskus entgingen dadurch 20 Milliarden Euro pro Jahr.

  • Die Regelung führe außerdem zur Verdrängung beziehungsweise zum Fernhalten von Frauen aus dem Arbeitsmarkt.

Beim Ehegattensplitting gilt: Je höher der Einkommensunterschied, desto mehr Steuerersparnis kann ein Ehepaar für sich herausholen. Für den weniger verdienenden Partner bedeutet das jedoch eine sehr ungünstige Steuerklasse.

Quelle: ntv.de