Der TagÖkonom fordert höhere Steuer auf Dickmacher
Die Deutschen werden immer dicker. Jeder Vierte bis Fünfte ist hierzulande inzwischen stark übergewichtig. Damit verbundene Krankheiten sind ein wachsendes Problem. Jetzt sagt ein Ökonom: Veränderte Mehrwertsteuersätze auf Lebensmittel könnten Abhilfe schaffen.
Eine Staffelung der Mehrwertsteuer, die sich an der sogenannten Lebensmittelampel orientiert, wäre am wirkungsvollsten, heißt es in der Studie des Hamburger Ökonomen Tobias Effertz, die unter anderem von der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Auftrag gegeben wurde.
Gesunde Produkte wie Obst und Gemüse sollten mit null Prozent, Lebensmittel wie Nudeln, Milch oder Fleisch weiter mit sieben Prozent und besonders zuckerhaltige oder fettige Produkte mit mindestens 19 Prozent besteuert werden.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Verbraucherorganisation Foodwatch eine Zucker-Abgabe für Getränkehersteller gefordert. Die Idee stieß allerdings auf ein geteiltes Echo.