Der TagOslo erwägt Tötung von Walross Freya - wegen Fehlverhalten von Menscheni
Schaulustige rücken Walross Freya an der Küste Oslos auf die Pelle. Die Aufmerksamkeit könnte dem Tier unter Umständen zum Verhängnis werden. Das unachtsame Verhalten und das Nichtbefolgen von behördlichen Empfehlungen könne Leben und Gesundheit in Gefahr bringen, erklärte die norwegische Fischereidirektion am Donnerstagabend. "Wir prüfen jetzt weitere Maßnahmen, bei denen die Tötung eine echte Alternative sein kann", warnte die leitende Kommunikationsberaterin der Behörde, Nadia Jdaini.
Man sei mit einer Patrouille im Oslofjord vor Ort, um die Situation zu beobachten. Das knapp 600 Kilogramm schwere Walross-Weibchen, das nach der nordischen Göttin der Liebe und Schönheit benannt wurde, hält die Region um die norwegische Hauptstadt Oslo seit Wochen auf Trab. Unter anderem legte es sich immer wieder auf vor Anker liegende Boote, die unter ihrem Gewicht teilweise kenterten.
Die Fischereidirektion stört sich vor allem daran, dass Leute zu Freya ins Wasser gehüpft und ihr zudem mit Kindern am Ufer sehr nahe gekommen sind, um Fotos zu machen. "Wir möchten der Öffentlichkeit erneut - dringend - empfehlen, dort, wo das Walross beobachtet wurde, Abstand zu halten und nicht mit ihm zu baden", erklärte Jdaini. Dies diene der eigenen Sicherheit ebenso wie dem Tierschutz. Größte Sorge sei, dass Menschen zu Schaden kommen könnten. Das Töten des Tieres wird dabei als letzte Option betrachtet.