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Der TagPendeln mutiert zum Volkssport

06.02.2020, 09:15 Uhr

Morgens in der Bahn oder im Auto: Die Menschen in Deutschland nehmen zum Teil weite Wege zu ihrer Arbeit auf sich. Im vergangenen Jahr gab es 3,40 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die ihren Arbeitsort nicht in dem Bundesland hatten, in dem sie wohnten - das sind 50.000 mehr als im Vorjahr, heißt es in einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit. 1999 war der Trend noch nicht so deutlich zu erkennen, damals waren es noch 2,14 Millionen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendelten.

Für die Arbeit ihre Gemeinde verlassen haben 2018 knapp 60 Prozent aller Arbeitnehmer. Im Jahr 2000 waren es lediglich 54 Prozent. Das zeigt eine weitere Auswertung der Pendlerdaten, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung vorgenommen hat. Demnach pendelten zuletzt insgesamt gar 19,3 Millionen Beschäftigte. Im Jahr 2000 waren es noch 14,94 Millionen. Die starke Zunahme liege vor allem am Beschäftigtenzuwachs in den vergangenen Jahren.