Der TagPfarrer wegen Veruntreuung und Geldwäsche vor Gericht
Wegen Untreue und Geldwäsche muss sich ein katholischer Pfarrer vor dem Amtsgericht Mönchengladbach verantworten. Der 59-Jährige soll Kirchengelder von insgesamt hunderttausend Euro abgezweigt sowie weitere Gelder aus Betrugsdelikten gewaschen haben. Ihm werden 145 Fälle der gewerbsmäßigen Untreue und 65 Fälle der gewerbsmäßigen Geldwäsche vorgeworfen.
Laut Anklage war der Mann von Januar 2017 bis März 2018 als Pfarrer über das Spendenkonto mehrerer Kirchengemeinden verfügungsberechtigt.
Dieses Konto sei ausschließlich für Kirchenzwecke vorgesehen gewesen.
Dabei habe er zahlreiche Überweisungen auf ausländische Konten getätigt, die in keinem Zusammenhang mit der Kirchentätigkeit gestanden hätten.
Er wurde nach Auffliegen der Transaktionen im März 2018 von seinem Amt entbunden.
Der Angeklagte soll auch eigene und fremde Konten genutzt haben, um Gelder aus Betrugsstraftaten ins Ausland zu überweisen. Die Betrugsopfer waren von unbekannten Hintermännern zu Zahlungen auf diese Konten gedrängt worden. Die Gelder soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft dann an ebenfalls unbekannte Empfänger weitergeleitet haben. Hier geht es um ein Volumen von rund zehntausend Euro.