Der TagPfarrer zu Seenotrettung: "Migranten ertrinken lassen"
Ein Christ kann Migranten ertrinken lassen - der Beitrag eines bayerischen Pfarrers zur Seenotrettung in einem Kirchenblatt schlägt hohe Wellen. Für seine Ausführungen erntet Pfarrer Matthias Dreher von der evangelischen Melanchthonkirche Nürnberg heftigen Widerspruch auch von Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die Kirchenleitung wolle Dreher nun zu einem Gespräch treffen, sagte ein Sprecher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Zuvor hatten die "Nürnberger Nachrichten" über den Beitrag Drehers im Korrespondenzblatt des Pfarrer- und Pfarrinnenvereins berichtet. Darin argumentiert Dreher, dass die Flüchtlinge bewusst ihr Leben riskierten, um sich den Wunsch nach einem besseren Leben zu erfüllen. Das verpflichte Christen aber nicht "ethisch zu entsprechender Erfüllungshilfe". Landesbischof Bedford-Strohm widerspricht dem vehement. "Sein Argument fußt auf der Behauptung, die Seenotretter seien der Grund dafür, dass Menschen die Überfahrt über das Mittelmeer riskierten. Diese Behauptung ist widerlegt", betonte er. Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen, sei unverantwortlich.