Der Tag

Der Tag Polen wirft Deutschland Bevormundung bei Energie vor

Ihr Gipfel soll ein klares Signal an den russischen Präsidenten Putin senden. Mit der neuen Europäischen Politischen Gemeinschaft wollen Staats- und Regierungschefs von mehr als 40 Ländern gemeinsam Antworten auf die Fragen der Sicherheits- und Energiepolitik finden. Trotz der viel beschworenen Kooperation prallen wieder einmal nationale Eigeninteressen aufeinander. Bereits zu Beginn des Gipfels wurden die Konfliktlinien zwischen den EU-Ländern erneut deutlich. Der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki kritisierte die Bundesregierung scharf: "Es kann nicht sein, dass die Energiepolitik der EU von Deutschland diktiert wird", sagte er in Prag.

Berlin hat Vorbehalte gegen die Forderung Polens und 14 weiterer EU-Ländern nach einem Preisdeckel für Gasimporte etwa aus Norwegen oder den USA. Scholz verteidigte die deutsche Haltung gegen Kritik. Es gehe der Bundesregierung darum, dass "die Energieversorgungssicherheit für alle Länder gewährleistet bleibt und dass die Preise für Energie dramatisch sinken", sagte er in Prag weiter. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte gewarnt, es drohe eine Gasknappheit, wenn Länder wie Norwegen, die USA oder Algerien ihr Gas wegen eines EU-Preisdeckels teurer an Asien verkauften.

Quelle: ntv.de

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