Der TagPolens künftiger Präsident lobt ultrarechte Bürgerwehren an der Grenze
Vor der Einführung von Kontrollen an der Grenze zu Deutschland lobt Polens künftiger Präsident Karol Nawrocki ultrarechte Bürgerwehren. Diese organisieren schon jetzt an der Grenze Patrouillen. Nawrocki dankt dem Organisator der "Bewegung zur Verteidigung der Grenzen", dem in Polen bekannten Rechtsradikalen Robert Bakiewicz, für sein "Bürgerengagement an der Grenze".
Dagegen macht Innenminister Tomasz Siemoniak deutlich, dass die Regierung in Warschau keine eigenmächtigen Patrouillen von Zivilisten dulde und jeden Fall von Amtsanmaßung und Behinderung des Grenzschutzes strafrechtlich verfolgen werde.
Die Zurückweisungen aus Deutschland sind ein Reizthema für viele Polen. Die rechtskonservative Oppositionspartei PiS, von der auch das künftige Staatsoberhaupt Nawrocki gestützt wird, wirft der proeuropäischen Regierung von Donald Tusk vor, sie akzeptiere von Deutschland eine große Zahl von Migranten. Nawrocki sagt, er bedauere, dass der polnische Staat monatelang die Krise an der Grenze nicht in den Griff bekommen habe. "Er ist damit nicht fertig geworden, dass Deutschland Polen illegale Migranten zugeschoben hat, worauf die polnischen Bürger reagiert haben, und dafür danke ich ihnen."