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Der TagPolitiker und Promis für Kampf gegen Rechts online angefeindet

25.07.2019, 07:14 Uhr

Wenn Politiker und Prominente sich gegen Rechtsextremismus engagieren, setzen sie sich oft einem Risiko aus: Rechte forschen ihre "politischen Gegner" nämlich zunehmend aus und prangern sie im Internet an.

Was schon lange Realität ist für viele Menschen, die gegen Rechts kämpfen, bestätigt jetzt auch das Innenministerium. Hintergrund sind von Rechtsextremen angelegte Listen ihrer vermeintlichen politischen Gegner. Ziel sei es dabei vor allem, Angst zu schüren und Verunsicherung zu verbreiten, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Wenn es um politisch motivierte Gewalt gehe, sei die Veröffentlichung von Namen angeblicher Gegner gängige Praxis.

Die Linkspartei hatte deshalb kürzlich gefordert, alle Personen zu informieren, die auf einer Liste der sogenannten "Prepper"-Gruppe "Nordkreuz" gefunden worden waren. Bislang wissen nur einige davon Bescheid. "Prepper" sind Menschen, die sich auf Katastrophen vorbereiten und sich dafür teilweise Waffen beschaffen.