Der TagPolizei erschoss letztes Jahr mehr als 20 Menschen
Schlagzeilen machte zuletzt eine tödlich endende Baggerfahrt am Silvestertag. Dabei wurde ein 38-Jähriger von der Polizei erschossen, nachdem er im fränkischen Grünsfeld mit einem Bagger Gebäude und Fahrzeuge gerammt, und mehrere Polizisten verletzt hatte. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 22 Menschen durch Schüsse von Polizeibeamten. Das hat eine Auswertung von Polizeiberichten durch die Deutsche Presse-Agentur ergeben. Demnach fielen die tödlichen Schüsse in der Mehrheit der Fälle in Situationen, in denen die Beamten auf Menschen trafen, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befanden oder wegen psychischer Erkrankungen bereits in Behandlung waren. Mehrere der Menschen, die bei einem Polizeieinsatz erschossen wurden, führten Messer bei sich. Diese Art von Waffen hatten jedoch nicht alle Betroffenen bei sich. In einem Fall wurde ein 34-Jähriger erschossen, der Polizeibeamte mit einem Gegenstand in der Hand angegriffen haben soll, bis ein Beamter auf ihn feuerte. Später hieß es von der Polizei, es sei wohl ein Schlüsselbund gewesen. Es ging ursprünglich um Ruhestörung.
Der Auswertung zufolge hat sich Zahl der tödlichen Schüsse im Vergleich zu 2023 mehr als verdoppelt.