Der TagPolizei fand bei "Reichsbürger"-Razzia abgesägte Schrotflinten

Am vergangenen Donnerstag verbot Bundesinnenminister Horst Seehofer bundesweit zum ersten Mal eine "Reichsbürger"-Gruppierung. Polizisten durchsuchten die Wohnungen 21 führender Mitglieder des Vereins "Geeinte deutsche Völker und Stämme" und seiner Teilorganisation "Osnabrücker Landmark" in zehn Bundesländern.
Nun wurde bekannt: Bei der Razzia entdeckten die Beamten mehrere Schusswaffen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurden bei einer Endfünfzigerin im nordrhein-westfälischen Gummersbach unter anderem drei abgesägte Schrotflinten, drei Armbrüste, zwei Macheten und eine Zwille konfisziert. Und es geht noch weiter: Bei einem Mitglied der Gruppe in Dresden fanden die Polizisten ein japanisches Kampfschwert. Als Einsatzkräfte die Wohnung einer Anhängerin der Gruppierung in einem Vorort von Dresden durchsuchten, wurden sie von deren hochbetagter Mutter bedroht, die vom Nachbargrundstück aus ein Luftgewehr auf sie richtete.