Der Tag

Attacken auf PolizistenPolizeigewerkschaft warnt vor "No-Go-Areas" im Ruhrgebiet

30.06.2015, 17:02 Uhr

Nach Angriffen auf Polizisten aus größeren Menschenmengen heraus hat die Gewerkschaft der Polizei mehr Beamte für Problemviertel im Ruhrgebiet gefordert.

  • Das Problem der "No-Go-Areas", in denen sich auch die Polizei nur unter Gefahr bewegen kann - dürfe nicht länger verdrängt werden. Zuletzt hätten am Montag in Duisburg-Marxloh Angehörige einer libanesischen Großfamilie zwei Polizisten angegriffen und verletzt, so ein Gewerkschaftssprecher. Die Beamten hätten ihre Dienstwaffe ziehen müssen, um der Situation Herr zu werden.

  • In Duisburg, Essen und Dortmund gebe es nahezu jede Woche Situationen, in denen Polizisten ohne jeden erkennbaren Grund von einer größeren Menschenmenge bedroht und angegriffen werden. Sorge bereite vor allem das Vordringen libanesischer Großfamilien in den Problemvierteln.

  • Nach Angaben der Gewerkschaft sind in diesem Zeitraum die Reihen der Polizei durch Pensionierungen und Sondereinsätze besonders ausgedünnt, bis im September ein neuer Jahrgang eingestellt werde. Für Wachen in Problemvierteln sollten personelle Mindeststärken gelten.

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Der Nordmarkt in der Dortmunder Nordstadt. Das Viertel gilt schon fast traditionell als eines der größten Problemviertel des Ruhrgebiets. (Foto: imago stock&people)

Quelle: ntv.de