Der Tag

Der TagPolizist legt für "Aloha"-Tattoo Verfassungsbeschwerde ein

15.02.2021, 12:46 Uhr

Der Streit um Tattoos bei Polizisten landet vor dem Bundesverfassungsgericht. Ein Polizist aus Bayern, der sich den Schriftzug „Aloha“ auf einen Unterarm tätowieren lassen will, hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Er sagt, es sei seine Entscheidung, ob er so ein Tattoo trage und die sei von seinem Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gedeckt. Der Polizist wendet sich damit gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Mai 2020. In dritter Instanz hatte das Gericht seine Klage zurückgewiesen und sich auf das Beamtengesetz des Freistaates berufen. Daraus ergebe sich, dass bayerische Polizeivollzugsbeamte sich nicht sichtbar an Unterarm, Händen, Kopf oder Hals tätowieren lassen dürfen. Das will der Polizist nicht hinnehmen. Das Tattoo soll ihn an seine Flitterwochen auf Hawaii erinnern. "Das ist eine Tätowierung und das geht niemanden anders etwas an", bekräftigt er nun. Er sei kein schlechterer Polizist, nur weil er tätowiert sei.

Quelle: ntv.de