Der TagProtest gegen Karl-Marx-Statue in Trier

Man könnte argumentieren, Karl Marx war der einflussreichste Deutsche der vergangenen 200 Jahre - ohne ihn hätte es keine Sowjetunion, keine DDR, keinen (weltweiten) Kalten Krieg, aber womöglich nicht einmal die SPD gegeben, zumindest nicht in dieser Form. Falls Sie mal nach einer Gelegenheit suchen, sich mit Andersgesinnten die Köpfe heißzureden, voilà. Der Philosoph und Vordenker des Kommunismus polarisiert auch heute noch, wie sich nun am Beispiel Trier zeigt, wo Marx 1818 geboren wurde.
Die Stadt möchte am 5. Mai eine Statue zu Ehren des berühmten Sohnes aufstellen. Pikant: Es handelt sich um ein Geschenk Chinas, das sich offiziell immer noch als kommunistischen Staat betrachtet. Vertreter der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft protestieren nun dagegen. "Ich hätte mir nie träumen lassen, dass man in dem Teil Deutschlands, der seit 1945 immer frei war, anfängt, neu Standbilder von Karl Marx aufzustellen", sagte der Bundesvorsitzende der Union, Dieter Dombrowski. "Das ist wirklich bizarr." Marx habe die geistigen Grundlagen für kommunistische Diktaturen verschiedenster Färbung gelegt.