Der TagProteste im Iran weiten sich aus

Im Iran hat sich der Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die desolate wirtschaftliche Lage ausgeweitet. An mindestens zehn Universitäten in Teheran und weiteren Städten demonstrierten Studierende, wie die arbeitnehmernahe Nachrichtenagentur Ilna und die staatliche Nachrichtenagentur Irna melden. In den letzten Tagen hatten bereits Händler in Teheran ihre Geschäfte aus Protest geschlossen. Staatsmedien zufolge traf sich Präsident Massud Peseschkian mit Gewerkschaftsführern, sprach von berechtigten Anliegen der Geschäftsleute von versprach einen Dialog. Laut Augenzeugen waren bei Protesten in den letzten Tagen auch zunehmend politische Parolen zu hören gewesen, die sich gegen die Regierung richteten.
Der Wert der iranischen Landeswährung Rial war zuvor drastisch abgestürzt. Die durch jahrzehntelange westliche Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft steht unter dem Druck einer hohen Inflation, zudem wurden Ende September UN-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm der Regierung wieder in Kraft gesetzt.