Der TagProzess gegen Depardieu beginnt - an intimen Stellen angefasst?
Seit Jahren werfen Frauen Gérard Depardieu sexuelle Übergriffe vor. Nun muss sich der französische Darsteller vor Gericht verantworten. Der am Montag beginnende, zweitägige Prozess gegen den 76-Jährigen findet vor dem Strafgericht in Paris statt. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen dem Darsteller laut Pariser Staatsanwaltschaft Strafen, die bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug und zusätzlich 75.000 Euro Geldstrafe reichen. Zwei Frauen werfen Depardieu unter anderem vor, sie 2021 bei den Dreharbeiten zum Film "Les volets verts" (Die grünen Fensterläden) von Jean Becker gegen ihren Willen an intimen Stellen angefasst zu haben. Die erste Klägerin, eine Dekorateurin, gibt etwa an, Depardieu habe sie in einem Korridor festgehalten, sie an Brust, Gesäß und Intimbereich berührt und obszöne Bemerkungen gemacht.
Das Verfahren wurde zuletzt aus Gesundheitsgründen verschoben. Diesmal musste Depardieu medizinische Gutachten vorlegen. Die Verhandlungstage dürfen nun nicht länger als sechs Stunden dauern und müssen durch 15-minütige Pausen unterbrochen werden. Für die Verteidigung hat sich Depardieu den bekannten Strafverteidiger Jérémie Assous geholt, der in Frankreich durch spektakuläre Fälle von sich reden gemacht hat. Depardieu, der in über 200 Filmen mitgespielt hat, darunter "Cyrano von Bergerac" und "Asterix und Obelix", bestreitet die Vorwürfe. Assous argumentiert, dass die Anschuldigungen "völlig erfunden" seien.