Der TagPsychiater fordern strengere Online-Regeln zum Schutz vor Essstörungen
Kinder- und Jugendpsychiater fordern angesichts steigender Zahlen junger Patientinnen mit Essstörungen verbindliche Regeln zur Nutzung von Online-Netzwerken. "Klare Regelungen zum Medienkonsum sind nötig, um Eltern zu entlasten, die oft angeben, ihre Kinder nicht ausreichend vor schädlichen Online-Einflüssen schützen zu können", sagte Eva Möhler, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der "Rheinischen Post".
Trends in Onlinediensten wie etwa "Skinny Tok" könnten die Entstehung von Essstörungen begünstigen, so Möhler. In der Behandlung von Essstörungen werde das Online-Erleben der Patientinnen und Patienten zwar thematisiert. Bei kinderschutzrelevanten Themen, wie etwa bestimmte Einflüsse durch Online-Netzwerke, sei aber auch die Politik gefragt, entsprechende Regelungen zu schaffen, forderte Möhler. Laut Statistischem Bundesamt hat sich die Zahl stationär behandelter Mädchen mit Essstörungen in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt – von 3000 im Jahr 2003 auf 6000 im Jahr 2023.
