Der TagPsychische Probleme führen zu immer mehr Krankschreibungen
Immer mehr Menschen in Deutschland lassen sich wegen psychischer Probleme krankschreiben. Seit 1997 hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht. Das stellt die DAK-Gesundheit in einer Langzeituntersuchung fest.
In ihrem "Psychoreport 2019" hat die Krankenkasse die Fehltage ihrer Versicherten seit 1997 ausgewertet. Im Jahr 2017 erreichten die Krankschreibungen von Arbeitnehmern wegen psychischer Leiden einen Höchststand: Jeder Versicherte fiel im Schnitt 2,5 Tage wegen psychischer Probleme auf der Arbeit aus. Zum Vergleich: 20 Jahre vorher waren es im Schnitt nur 0,7 Krankheitstage pro Versichertem. Im Jahr 2018 ging die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden nach stetigem Anstieg erstmals wieder leicht zurück.
Die hohen Zahlen bedeuteten jedoch nicht zwingend, dass generell mehr Menschen psychisch krank sind, erklärt die DAK. Es liege auch an einem offeneren Umgang damit und daran, dass psychische Erkrankungen kein Tabu mehr seien - auch nicht bei den Krankschreibungen.