Der TagPussy-Riot-Mitglied zu Sozialstunden verurteilt

Mit ihrem "Punk-Gebet" in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale machten die Pussy Riot 2012 weltweit Schlagzeilen. Wegen Rowdytums und Aufwiegelung zu religiösem Hass werden drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Nun ist ein Mitglied der Punkband auch wegen einer Protestaktion vor dem Gebäude des Inlandsgeheimdiensts (FSB) in Moskau zu Sozialstunden verurteilt worden.
Maria Alechina hatte auf dem Lubjanka-Platz ein weißes Tuch mit der Aufschrift "Alles Gute zum Geburtstag, Henker!" entfaltet. Dafür wurde die 29-Jährige zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Der Geheimdienst beging am 20. Dezember die Gründung seiner Vorläuferorganisation Tscheka durch die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution vor hundert Jahren.
Neben Alechina wurden eine weitere Aktivistin, Olga Borisowa, sowie zwei Fotografen festgenommen. Alechina hatten bis zu zwei Wochen Haft gedroht.