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Der TagPutin wird für Tod von Britin verantwortlich gemacht

04.12.2025, 15:11 Uhr

Im Juli 2018 findet ein Mann eine vermeintliche Parfümflasche in einem Mülleimer im britischen Salisbury. Er gibt sie seiner Freundin. Sie besprüht sich damit. Wenig später ist die 44-jährige Dawn Sturgess tot. Wie sich später herausstellte, enthielt die Flasche das tödliche Nervengift Nowitschok. Die Mutter dreier Kinder hatte keine Chance. Einige Monate zuvor, im März 2018, war in Großbritannien auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia ein Anschlag mit ebendiesem Nervengift verübt worden. Beide überlebten nach intensiver medizinischer Behandlung. Großbritannien machte Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU verantwortlich, was Moskau bestritt. Die britischen Behörden vermuteten, dass die Agenten die Parfümflasche weggeworfen hatten.

Jahre später macht nun ein Untersuchungsbericht keinen Geringeren als Russlands Staatschef Wladimir Putin für den Tod von Dawn Sturgess verantwortlich. Der Kreml-Chef trage die "moralische Verantwortung" für ihren Tod. Das Risiko, dass nicht nur das eigentlich geplante Opfer Skripal, sondern auch andere durch den Anschlag mit dem Nervengift getötet oder verletzt werden, sei "vollkommen absehbar" gewesen, heißt es in dem Untersuchungsbericht weiter. Als Konsequenz wurde der russische Botschafter in London, Andrej Kelin, einbestellt. Von ihm wurde unter anderem "verlangt, dass Russland seine Kampagne feindlicher Aktivitäten gegen Großbritannien und die Nato beendet", wie das britische Außenministerium mitteilte.

Quelle: ntv.de