Der Tag"Querdenken" muss sich Markenstreit stellen

Seit Monaten kämpft die "Querdenken"-Bewegung gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. In vielen deutschen Städten gab es bereits Demonstrationen mit zum Teil riesigem Zulauf. Eine echte Marke also - oder? Dachte sich auch Initiator Michael Ballweg und meldete "Querdenken 711" bereits im Juni beim Deutschen Patent- und Markenamt an. Im September zog er mit 18 weiteren Marken für andere Städte nach gleichem Muster - 0711 ist die Vorwahl Stuttgarts - nach.
Doch jetzt wurde gegen die Marke "Querdenken 711" Widerspruch erhoben. Nämlich von einem Münchner Unternehmen namens "Querdenker United", wie Geschäftsführer Ansgar Oschwald der "FAZ" bestätigte. Seine Marke ist schon seit 2011 eingetragen.
Oschwald veranstaltet einmal im Jahr einen Kongress, beschäftigt sich mit "Innovation und Ethik in Wirtschaft und Gesellschaft".
Seine Begründung für den Widerspruch erläuterte er der "FAZ": "Querdenker ist historisch in Deutschland positiv besetzt gewesen. Das hatte etwas mit Kreativität und Lösungen zu tun, nicht mit Gegen-Etwas-Sein und Demonstrationen. Dass der Begriff so veruntreut wird, das schmerzt."