Der Tag

Der TagQuerelen beim ESC: Probe-Verbot für Niederländer Joost Klein

10.05.2024, 17:32 Uhr
462185083
Klein war zwar bei der ersten Durchlaufprobe des Finales erschienen und bei der Flaggenparade noch anwesend. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die europäische Rundfunkunion EBU scheint konsequent jede Kritik an Israel ausblenden zu wollen. Aus der Probe am Nachmittag wurde kurzfristig der Niederländer Joost Klein ausgeschlossen, nachdem er zunächst noch mit allen Künstlern beim Einzug auf die Bühne dabei war. Als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 26 Ländern zu Beginn zur Flaggenparade einliefen, war unter ihnen auch noch Klein. Sein ursprünglich an fünfter Position vorgesehener Auftritt fand dann allerdings nicht statt.

Noch während die Generalprobe lief, veröffentlichte die für die Veranstaltung verantwortliche Europäische Rundfunkunion (EBU) eine Erklärung, die erst einmal äußerst nebulös klingt. "Wir untersuchen gerade einen Vorfall, der uns mitgeteilt wurde, bei dem es um den niederländischen Künstler geht. Er wird bis auf Weiteres nicht weiter proben", heißt es darin. Darüber hinaus werde man vorerst keinen Kommentar abgeben.

Am Donnerstag gelang es Klein, sich im zweiten ESC-Halbfinale für das große Finale am Samstag zu qualifizieren. Auch die Künstlerinnen und Künstler aus neun weiteren Ländern, darunter die Israelin Eden Golan, schafften an diesem Abend den Sprung ins Finale. In einer anschließenden Pressekonferenz mit allen zehn Halbfinal-Siegern soll Klein mit Zwischenrufen in Richtung Golans aufgefallen sein. In einem Mitschnitt und auf Fotos der Veranstaltung ist auch zu sehen, wie sich der Niederländer ein Tuch über den Kopf zieht, während Golan spricht. Dieses Verhalten soll laut der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" aber nichts damit zu tun haben, dass Klein nun der Auftritt in der Generalprobe verwehrt wurde.

Quelle: ntv.de