Der TagRadioaktiv kontaminiert: Atombombentests haben verheerende Auswirkungen
Die Marshallinseln im Pazifik mit rund 50.000 Einwohnern waren in den 1940er und 1950er Jahren Schauplatz von 67 Atomwaffentests der USA. Die verheerenden Auswirkungen dieser Tests auf den Bikini- und Eniwetok-Atollen zeigen sich laut einer im Auftrag von Greenpeace erstellten Studie zufolge noch immer. "Noch heute wirken die gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen auf den Marshallinseln fort - weit gravierender als von den USA bisher anerkannt", teilte die Organisation mit. Die Folge seien Schätzungen zufolge rund 100.000 zusätzliche Krebstote – viele davon mit verzögerter Wirkung bis weit ins 21. Jahrhundert hinein.
Die Studie wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IEER) erstellt und analysiert erstmals umfassend offizielle Dokumente aus US-Militärdaten, wissenschaftlichen Analysen und medizinischen Quellen von 1945 bis heute. Demnach wurden alle bewohnten Atolle in der Region radioaktiv kontaminiert - aber nur drei der 24 heute bewohnten Atolle erhielten medizinische Hilfe.