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Der TagRadioaktiv kontaminiert: Atombombentests haben verheerende Auswirkungen

22.05.2025, 07:02 Uhr

Die Marshallinseln im Pazifik mit rund 50.000 Einwohnern waren in den 1940er und 1950er Jahren Schauplatz von 67 Atomwaffentests der USA. Die verheerenden Auswirkungen dieser Tests auf den Bikini- und Eniwetok-Atollen zeigen sich laut einer im Auftrag von Greenpeace erstellten Studie zufolge noch immer. "Noch heute wirken die gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen auf den Marshallinseln fort - weit gravierender als von den USA bisher anerkannt", teilte die Organisation mit. Die Folge seien Schätzungen zufolge rund 100.000 zusätzliche Krebstote – viele davon mit verzögerter Wirkung bis weit ins 21. Jahrhundert hinein.

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Strahlenexperten untersuchen die Auswirkungen auf den betroffenen Inseln. (Foto: picture alliance/dpa/Greenpeace)

Die Studie wurde vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IEER) erstellt und analysiert erstmals umfassend offizielle Dokumente aus US-Militärdaten, wissenschaftlichen Analysen und medizinischen Quellen von 1945 bis heute. Demnach wurden alle bewohnten Atolle in der Region radioaktiv kontaminiert - aber nur drei der 24 heute bewohnten Atolle erhielten medizinische Hilfe.

Quelle: ntv.de