Der TagRassistische Äußerungen: Cambridge-Historiker räumt Posten
David Starkey ist britischer Historiker und Experte für die Tudor-Zeit im 16. Jahrhundert, in dem der Sklavenhandel in Amerika und der Karibik zunahm. Seit 2007 trägt er den Ritterorden Commander of the British Empire, den ihm Königin Elizabeth II. verlieh. Mit einem Interview mit dem rechtsgerichteten Kommentator Darren Grimes handelte sich der 75-Jährige nun allerdings heftige Kritik ein. Der Historiker sagte darin, die gegenwärtige Bewegung "Black Lives Matter" sei "die schlimmste Seite der amerikanischen schwarzen Kultur". "Die Sklaverei war kein Genozid", hob er zudem hervor. "Ansonsten würde es nicht so viele verdammte Schwarze in Afrika oder in Großbritannien geben, oder? Eine furchtbare Menge von ihnen überlebte."
Diese unsäglichen Äußerungen sorgten Tage nach dem Interview dafür, dass Starkey seine Tätigkeit bei der renommierten Universität Cambridge aufgab. Auch die Canterbury Christ Church University im Südosten Englands löste ihren Vertrag mit ihm. Starkeys Äußerungen über die Sklaverei und Schwarze seien "völlig inakzeptabel". Auch Starkeys Verleger HarperCollins distanzierte sich von ihm.