Der TagRaubüberfall geplant? "Ausbrecherkönig" muss vor Gericht
Der in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannte Antonio Ferrara muss sich Ende April wegen eines geplanten Raubüberfalls in Deutschland vor einem belgischen Gericht verantwortlichen. Bei einer Anhörung am Strafgericht in Brüssel am Montag, an der auch Ferrara teilnahm, wurde der Prozess für die Zeit vom 20. bis 29. April angesetzt. Zu den Verdächtigen zählen mehrere bekannte Figuren des organisierten Verbrechens.
Ferrara war im Februar 2025 gemeinsam mit acht weiteren Verdächtigen im belgischen Eupen nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Die Ermittler stießen bei Durchsuchungen auf ein Waffenarsenal mit sechs Sturmgewehren, sechs Handfeuerwaffen, Granaten, Sprengstoff und Uniformen. Der belgischen Staatsanwaltschaft zufolge planten die Verdächtigen einen bewaffneten Raubüberfall auf den Tresorraum eines Werttransportunternehmens in Bochum. Es habe so ausgesehen, "als ob der Angriff unmittelbar bevorstehe", sagte der Staatsanwalt Julien Moinil. Der aus Italien stammende Ferrara war in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle sowie versuchten Mordes mehrfach zu Haftstrafen verurteilt worden. Zwei Mal gelangen ihm Ausbrüche aus dem Gefängnis, der jüngste erinnerte an das Szenario eines Actionfilms: 2003 befreite ihn ein zehnköpfiges Kommando mit Raketenwerfern aus einem Gefängnis im Großraum Paris. Ferrara hatte selbst die Gitter seiner Zelle gesprengt. Während er floh, hielten seine Komplizen die Wachtürme unter Beschuss.