Der Tag

Der TagRazzia gegen irakisch-kurdisches Schleusernetzwerk im Ruhrgebiet

04.12.2024, 09:04 Uhr

In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg läuft seit den frühen Morgenstunden ein internationaler Polizeieinsatz gegen ein irakisch-kurdisches Schleusernetzwerk. Die gesuchten Tatverdächtigen sollen Migranten aus dem Mittleren Osten und Ostafrika "in minderwertigen Schlauchbooten" von Frankreich nach Großbritannien geschleust haben. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei in Düsseldorf. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Die Ermittlungen werden der Sprecherin zufolge von Frankreich geleitet. Die Bundespolizei in NRW sei gebeten, hier mehr als zehn europäische Haftbefehle zu vollstrecken - "soweit wir die Leute antreffen". Dabei gehe es sowohl um Drahtzieher als auch einfache Mitglieder des Netzwerks. Schwerpunkt der Aktion mit mehr als 500 Beamten der Bundespolizei allein in NRW sei hier das Ruhrgebiet. Darüber hinaus gebe es Polizeimaßnahmen in Baden-Württemberg.

Der Großeinsatz wird demnach von den europäischen Behörden Europol und Eurojust koordiniert. In NRW sind nach Angaben der Bundespolizei in Sankt Augustin auch mehr als 20 französische Ermittler sowie drei Europol-Experten dabei. Zu konkreten Einsatzorten wollte die Bundespolizei keine Angaben machen. Nähere Angaben seien für Donnerstag geplant, sagte die Sprecherin.

Quelle: ntv.de