Der TagRechte "Gruppe S." hatte 27 Waffen - und wollte noch mehr
Am 13. April beginnt in Stuttgart der Prozess gegen zwölf Mitglieder und Unterstützer der mutmaßlichen rechten Terrorgruppe "Gruppe S.". Die Terrorzelle soll laut Bundesanwaltschaft Anschläge auf Moscheen geplant haben, um den politischen Umsturz einzuleiten. Außerdem wollte die Gruppe "Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik erzeugen, Angst und Schrecken erzeugen", sagte der Grünen-Politiker Cem Özdemir in einem ZDF-Interview. Sie unterhielten sich auch über einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude.
Für die Anschläge wollte die Gruppe laut Ralf Michelfelder, Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Kriegswaffen besorgen. Demnach wollte der als Rädelsführer angeklagte Werner S. ein Kalaschnikow-Sturmgewehr mit 2000 Schuss Munition, eine Maschinenpistole sowie Handgranaten erwerben. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen verfügten einem ZDF-Bericht zufolge bereits über 27 erlaubnispflichtige Waffen, vor allem Pistolen der russischen Hersteller Makarow und Tokarew.