Der Tag"Rede", "Lowkey", "Goonen", "Tot" und andere Anwärter für das "Jugendwort des Jahres"
Die Kandidaten für das "Jugendwort des Jahres" sind da. Die Vorschläge kommen von Menschen zwischen elf und 20 Jahren. Laut dem Langenscheidt Verlag hat eine Jury aus den sechsstelligen Einsendungen eine Top-Ten bestimmt. Darunter sind "Lowkey", "Goonen", "Rede", "Tot" und "Tuff".
Letzteres kommt von "tough", bedeutete aber "krass", "cool" oder "beeindruckend".
"Lowkey" bedeutet so viel wie "ein bisschen", "unauffällig" oder "insgeheim". Zum Beispiel: "Lowkey feiere ich das Outfit schon."
"Goonen" meint stundenlange Selbstbefriedigung und exzessive Pornosucht. Der Begriff steht auch für die dauerhafte sexuelle Stimulation ohne Höhepunkt.
"Rede" ruft man, wenn jemand genau das ausspricht, was man denkt. Es ist quasi ein verbaler Applaus.
Einige der anderen Begriffe klingen nicht wirklich neu, wie zum Beispiel "Tot". Das beschreibt uncoole, peinliche oder langweilige Situationen: "Alle auf der Party sitzen am Handy, Musik leise - tot."
Ähnlich ist das bei "Digga(h)", "Checkst du?" und "Das crazy".
Auf der Liste sind außerdem "Sybau" und "Schere". Das Erste steht für "Shut your bitch ass up". Wer einen Fehler zugibt, sagt "Schere". Der Begriff stammt ursprünglich aus der Gaming-Szene. Die Schuld wird anerkannt, indem man "die Schere hebt" - also so ähnlich, wie zum Beispiel beim Fußball nach einem Foul die Hand zu heben.
Heute soll ein Online-Voting starten, um die Top-3-Begriffe zu bestimmen. Im Oktober wird das "Jugendwort des Jahres" bekannt gegeben.