Der TagRegierungen sperren immer häufiger das Internet

Wer Zugang zum Internet hat, findet unterschiedlichste Meinungen zu unterschiedlichsten Themen. Doch was, wenn unterschiedliche Meinungen unerwünscht sind? Dann sperren einige Regierungen ihrer Bevölkerung das Internet oder bestimmte Inhalte - und zwar in wachsendem Ausmaß. Zu dieser Erkenntnis kommt die Unesco in einer neuen Untersuchung.
Weltweit gab es dieses Jahr bereits 61 solcher Netzblockaden, heißt es in dem Bericht, der heute in Paris vorgestellt werden soll. Das sind mehr als dreimal so viele wie vor zwei Jahren.
Seit Anfang vergangenen Jahres hat die Unesco 116 Internetsperren durch Regierungen gezählt, die meisten davon in Asien. Derzeit soll es etwa 54 Sperren in Indien und 11 in Pakistan geben.
"Regierungen überwachen zunehmend den Informationsfluss, fordern die Sperrung von Inhalten oder sperren diese selber. Das ist schädlich für die Entwicklung von Gesellschaften", sagt Wolfgang Schulz, Vorstandsmitglied der Deutschen Unesco-Kommission.
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