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Der TagRichter Götzl setzt NSU-Prozess fort

04.10.2017, 11:42 Uhr
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Neue Befangenheitsanträge: Der NSU-Prozess zieht sich in die Länge. (Foto: dpa)

Im Sitzungssaal 101 des Münchner Oberlandesgerichts geht es nicht richtig voran: Ein juristisches Geplänkel hält einen der bedeutsamsten Prozesse Deutschlands auf. r

  • Am ersten Verhandlungstag nach drei Wochen Verhandlungspause stellten die Verteidiger der Mitangeklagten Ralf Wohlleben und André E. weitere Befangenheitsanträge.

  • Sie beanstandeten zudem, dass der Vorsitzende Richter Manfred Götzl die Hauptverhandlung eröffnete, obwohl gegen ihn noch Befangenheitsanträge anhängig sind.

  • Götzl argumentierte dagegen, eine Fortsetzung des Verfahrens sei dennoch sachgerecht, und verwies zur Begründung auf entsprechende Möglichkeiten der Strafprozessordnung.

  • Götzl muss den Prozess in dieser Woche fortsetzen, weil ansonsten die gesetzlich maximal mögliche Unterbrechungsfrist überschritten würde.

Wie es im NSU-Prozess weitergeht, ist noch unklar. Der Beginn der Nebenklage-Plädoyers wird sich aber weiter verzögern, heißt es.