Der TagRiskanter Trend: Menschen springen in Südafrika absichtlich vor Autos
Menschen in Südafrika springen vor langsam fahrende Autos, um Entschädigungszahlungen für ihre Verletzungen zu erhalten - dieser gefährliche Trend hat nun zu einer Warnung des nationalen Verkehrsunfallfonds der Regierung geführt. In einer Erklärung hieß es, dass das Phänomen, sich in der Nähe von Kreuzungen und Haltestellen absichtlich anfahren zu lassen und einen Unfall vorzutäuschen, zu einem bedeutenden Problem geworden sei. Einige der Fälle resultierten allerdings aus Armut und Verzweiflung in einer besonders teuren Zeit des Jahres: "Wir erkennen an, dass Verkehrsteilnehmer mit sozioökonomischen Herausforderungen konfrontiert sein können", hieß es in der Mitteilung.
Der Fonds ermöglicht es Menschen, Entschädigung zu beantragen, wenn sie bei Autounfällen verletzt werden. Der nationale Verkehrsunfallfonds entschädige allerdings niemanden, "der absichtlich einen Autounfall verursacht, auch wenn dies zu schweren Verletzungen führt", hieß es in der Erklärung. Wie viele Fälle dieser absichtlichen Unfälle registriert wurde, ist unklar. Im Zeitraum zwischen Februar 2022 und Februar dieses Jahres seien jedoch fast 50.000 Anträge abgelehnt worden, einige davon aufgrund von Betrugsvorwürfen.