Der TagRusse überlebt 67-tägige Tortur auf Schlauchboot
67 Tage in einem kleinen Schlauchboot über das Ochotskischen Meer am Rande des Pazifiks zu treiben, das scheint unvorstellbar. Doch der Russe Mikhail Pichugin hat die Zeit überlebt, obwohl er gegen Kälte ankämpfte und Regenwasser trank. Anfang August war er mit seinem Bruder und dessen Sohn zum Beobachten von Walen losgefahren, doch irgendwann versagte der Motor des Bootes. Sein Bruder und Neffe starben - Pichugin überlebte dagegen.
Wie er nun laut dem "Guardian" aus dem Krankenbett berichtet, sei sein Handy in der Zeit nutzlos gewesen. Es habe keinen Empfang gegeben und irgendwann habe dann auch der Akku versagt. Die Suchaktion der Rettungskräfte blieb erfolglos. Pichugin erzählte, dass er gleich zwei Helikopter in der Zeit seines Verschwindens beobachten konnte. "Aber sie waren nutzlos", erzählte er dem russischen Staatsfernsehen. Beide hätten ihn und seine Verwandten übersehen. Sein Neffe starb später an Unterkühlung, sein Bruder kurz danach. Die Leichen habe er mit einem Seil an dem Boot befestigt. Er selbst habe versucht, sich mit seinem Schlafsack warmzuhalten und Fische zu fangen.