Der TagRussland baut monströse Datenbank auf
Auf den Spuren Chinas? In Russland werden ab dem Jahr 2022 die Daten aller Einwohner zentral in einem einzigen Register gespeichert, beschloss die Staatsduma. Die Datenbank enthält sämtliche Informationen eines Menschen von der Geburt bis zum Tod. Sie fügt die Daten aus dem Verteidigungs- oder Innenministerium oder der Steuerbehörde zusammen - Letztere ist federführend. Zwar werden von den Behörden bereits sämtliche Informationen erfasst, Kritiker sehen bei der zentralen Datenbank aber vor allem Sicherheitsbedenken.
Der Inlandsgeheimdienst FSB warnte in einer früheren Stellungnahme vor Hackern, die dann leichter an persönliche Angaben etwa über Ermittler oder Richter kommen könnten. Zudem könnten viel mehr staatliche Mitarbeiter an die sensiblen Daten gelangen. Die Duma führt die Bekämpfung von Kriminalität und Betrug als Grund für die Neuregelung an.