Der TagSPD-Verbände wollen Schröder doch noch aus ihrer Partei kicken
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder darf trotz seiner umstrittenen Tätigkeiten für das russische Gasgeschäft in der SPD bleiben, entschied die zuständige Schiedskommission seines SPD-Unterbezirks Region Hannover. Mehrere SPD-Verbände wollen dagegen Berufung einlegen. Der Beschluss sei bei den antragstellenden Gliederungen der Partei auf einhelliges Unverständnis gestoßen, sagte der Vorsitzende des württembergischen SPD-Ortsvereins Leutenbach, Pierre Orthen.
Vor allem Schröders Mitarbeit für russische Staatsunternehmen wie das Mineralölunternehmen Rosneft und seine mangelnde Distanzierung vom russischen Angriff auf die Ukraine würden von vielen SPD-Verbänden nach wie vor als parteischädigend bewertet. Die Gliederungen hätten beschlossen, sich erst nach Ablauf der Berufungsfrist detaillierter zu ihrer Entscheidung zu äußern, sagte Orthen. Zu den sogenannten Gliederungen, die sich bereits zu einem Berufungsverfahren entschieden hätten, könnten in den kommenden Tagen weitere hinzukommen.
