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Der TagSächsische Grünen-Chefin wird gewählt - und tritt einen Tag später zurück

09.12.2024, 08:13 Uhr
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Christin Furtenbacher will nicht länger an der Spitze der Grünen in Sachsen stehen. (Foto: dpa)

Bei der Landtagswahl im September schaffen es die Grünen nur mit Ach und Krach wieder in den Sächsischen Landtag (5,1 Prozent). Trotz dieses desaströsen Ergebnisses will die Partei im anstehenden Bundestagswahlkampf auf Erfahrung und eingespielte Strukturen setzen und stellte am Wochenende den alten Landesvorstand zur Wahl - zumindest auf Zeit. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll der Weg für einen personellen Neustart freigemacht werden. Doch das geschieht jetzt schon früher als geplant. Nur einen Tag nach den Landesvorstandswahlen erklärte die Landesvorsitzende Christin Furtenbacher am Sonntagabend ihren Rücktritt.

Ihr Ergebnis bei der Wahl habe sie schwer getroffen, teilte sie mit. "Ich musste für mich die Schlussfolgerung ziehen, dass ich keinen ausreichenden Rückhalt als Landesvorsitzende in unserem Landesverband mehr habe." Lediglich 57 Prozent der Delegierten hatten Furtenbacher im zweiten Wahlgang im Amt bestätigt. Die Co-Vorsitzende Marie Müser kam im ersten Wahlgang auf 63,5 Prozent der Stimmen. "Ich habe erkannt, dass ich unseren Landesverband unter diesen Bedingungen nicht durch diesen wichtigen Bundestagswahlkampf führen kann", teilte Furtenbacher weiter mit. "Die Delegierten haben mich offensichtlich nicht in diesem Team gesehen und mir ihr Vertrauen entzogen. Und auch mir fehlt nun das Vertrauen, das es für einen kraftvollen und erfolgreichen Bundestagswahlkampf braucht."

Quelle: ntv.de