Der TagSämtliche Rekorde der Eisschmelze gebrochen
Ein trauriger Rekord: Die Gletscher in der Schweiz haben in diesem Jahr mehr als sechs Prozent ihres Eisvolumens verloren und damit mehr als je zuvor. Wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) mitteilte, sorgten sehr wenig Schnee im Winter und eine anhaltende Hitzewelle im Sommer dafür, dass sämtliche Rekordmarken der Eisschmelze gebrochen wurden.
Der Untersuchung zufolge gingen seit Jahresbeginn rund drei Kubikkilometer Gletschereis verloren. Zum Vergleich: Bislang wurden Jahre mit zwei Prozent Eisverlust schon als "extrem" bezeichnet. Besonders litten laut SCNAT kleine Gletscher: Der Pizolgletscher oder der Vadret dal Corvatsch etwa seien praktisch verschwunden. Im Engadin und im südlichen Wallis schmolz Wissenschaftlern zufolge in 3000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel eine Eisschicht von vier bis sechs Metern Dicke. Dass viele Gletscherzungen zerfallen und Felsinseln aus dem dünnen Eis auftauchen, beschleunigt den Eisverlust weiter.