Der Tag

Der TagSalzborn warnt vor antisemitischer Stimmung an Unis

08.02.2024, 14:52 Uhr

Erst vor wenigen Tagen wird der jüdische Student Lahav Shapira krankenhausreif geprügelt. Das sorgte für einen Schock sondergleichen. Berlins Antisemitismusbeauftragter Samuel Salzborn sieht in der Attacke aber keinen Einzelfall, er sieht sie vielmehr als "Ausdruck einer insgesamt antisemitisch verhetzen Stimmung" und der Radikalisierung einer Minderheit an Universitäten. Jüdische Studierende hätten ihm immer wieder berichtet, dass sie sich insbesondere an der Freien Universität Berlin nicht sicher fühlten. Der 30-jährige Shapira sei zwar am Wochenende nicht an der Uni, sondern im öffentlichen Raum zusammengeschlagen worden. "Der Hintergrund scheint aber zu sein, dass antisemitische Propaganda bei Studierenden immer wieder verfängt und sich eine Minderheit zunehmend und rasant radikalisiert", sagte Salzborn. "Ohne antisemitisches Weltbild käme es nicht zu einer derartigen Gewalteskalation." Der mutmaßliche Täter im Fall Shapira ist ein 23 Jahre alter propalästinensischer Kommilitone. Er soll den jüdischen Studenten auf einer Straße in Berlin-Mitte geschlagen und getreten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt die Hintergründe.

Quelle: ntv.de