Der TagSaudisches Schmiergeld: Spaniens Justiz ermittelt gegen Ex-König Juan Carlos
Im Auftrag der saudi-arabischen Führung bauen mehrere spanische Firmen zwischen Mekka und Medina eine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Aber bei der Projektvergabe ist möglicherweise Schmiergeld geflossen. Der mutmaßliche Empfänger: Spaniens früherer König Juan Carlos.
Das Oberste Gericht in Madrid hat Ermittlungen gegen Juan Carlos eingeleitet.
Ihm wird vorgeworfen, in der sogenannten "Affäre um den Wüsten-Zug" im Jahr 2008 Schmiergeld in Höhe von 100 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien angenommen zu haben.
Für die vier Jahrzehnte, in denen Juan Carlos König und Staatsoberhaupt war, genießt er noch immer Immunität.
Das Gericht könnte aber feststellen, dass er das Geld noch nach seinem Rücktritt im Juni 2014 "gewaschen" hat und ihn dafür auf die Anklagebank setzen.