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Der TagScheuer rügt Millionenabfindung für Ex-Bahn-Chef Grube

19.03.2018, 08:34 Uhr
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Grube ging vor mehr als einem Jahr in Unfrieden. (Foto: picture alliance / Rainer Jensen)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die mutmaßliche Millionenabfindung an den früheren Bahn-Chef Rüdiger Grube gerügt. Das Beispiel zeige, "dass wir eine neue Kultur in den Unternehmen des Bundes brauchen", sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung. "Wir werden mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden künftig darauf achten, dass bei solchen Verträgen Maß und Mitte eingehalten wird", kündigte der Minister an.

Laut Bericht der "Stuttgarter Zeitung" bekam Grube eine Abfindung in Höhe von fast 2,3 Millionen Euro für das Jahr 2017, obwohl er im Januar des Jahres gekündigt hatte. Die Zeitung berief sich auf den noch unveröffentlichten Geschäftsbericht des Staatskonzerns Bahn.

"Das Vertrauensverhältnis zwischen Aufsichtsrat und Herrn Dr. Grube war zerrüttet. Daher war ein klarer Schnitt notwendig", sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung. Der Aufsichtsratsvorsitzende habe vom Aufsichtsrat den Auftrag bekommen, Grubes Ausstieg finanziell abzuwickeln