Der TagSchiff soll Flüchtlingsboot beistehen und hatte die ganze Zeit Jungen auf Ruder
Auf dem Ruder eines Containerfrachters, der bei einem Flüchtlingsboot auf dem Atlantik vor den zu Spanien gehörenden Kanaren gestoppt hatte, haben unerkannt auch zwei blinde Passagiere aus Nigeria gesessen. Sie wurden erst entdeckt, als das Schiff Stunden später den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria erreichte, wie die Hafenpolizei auf Twitter mitteilte. Die beiden Jungen, deren genaues Alter nicht genannt wurde, müssen verzweifelt gewesen sein, als der Containerfrachter "MSC Marta", auf dessen schmalem Ruder sie nur etwa einen guten Meter über dem Wasser lagen, am Montag die Maschine abstellte, aber weit und breit kein Land in Sicht war. Denn der 275 Meter lange Koloss unter der Flagge Panamas hatte auf Bitten der Seenotrettung bei einem Flüchtlingsboot rund 140 Kilometer südwestlich der Kanaren beigedreht. Er sollte 78 Migranten aus Afrika auf einem kleinen Holzboot beistehen, bis sie von einem Seenotkreuzer übernommen werden konnten. Wo genau die beiden Jungen auf das Ruder geklettert waren, wurde nicht mitgeteilt.