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Der TagSchlecht ausgestattete Bundeswehr: Lambrecht kritisiert ihre Vorgänger

05.12.2022, 17:55 Uhr

Wegen der Beschaffung von F-35-Kampfjets steht sie momentan selbst in der Kritik. Nun teilt Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht gegen ihre Vorgängerinnen und Vorgänger im Amt aus. Denn bei diesen sieht die SPD-Politikerin die Verantwortung für die schlechte Ausrüstung der Bundeswehr. "Ich habe diese Probleme bei Amtsantritt vorgefunden", sagte Lambrecht dem "Spiegel". "Was in Jahren und Jahrzehnten versäumt worden ist, kann auch ich nicht im Handstreich wieder in Ordnung bringen." Lambrecht kritisierte, dass die Bundeswehr "über Jahrzehnte heruntergespart worden" sei, nur deswegen gebe es für sie "richtig viel zu tun". Konkret bemängelte Lambrecht, dass in den vergangenen Jahren keine Munition angeschafft worden sei. "Da ist in der Vergangenheit viel zu wenig beschafft worden, sogar Munitionsdepots sind geschlossen worden." Damit, so kündigte die Ministerin an, sei "jetzt Schluss".

Lambrecht konterte in dem Gespräch den Vorwurf, dass sie selbst seit ihrem Amtsantritt vor knapp einem Jahr keine relevanten Beschaffungen für die Bundeswehr eingeleitet habe, mit einem Hinweis auf das Haushaltsrecht. Demnach könne sie erst jetzt, da der Haushalt für 2023 beschlossen ist, erste Verträge für neue Waffensysteme oder Ausrüstung machen. "Damit kann nun ganz viel von dem nachgeholt werden, was in den letzten Jahren versäumt wurde." An diesen Worten wird sie sich messen lassen müssen.

Quelle: ntv.de