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Der TagSchöffe mailt Anwältin - Prozess platzt

30.07.2015, 22:31 Uhr

Alles wieder auf Anfang: Mit einer E-Mail an eine Anwältin hat ein Laienrichter einen Rotlicht-Prozess in Hamburg platzen lassen. Er bedauerte in dem Schreiben an die Frau, er habe sich nach einem Verhandlungstag von ihr gar nicht mehr verabschieden können. Außerdem enthielt die Mail eine Formulierung, wonach er gerne "die böse Staatsanwältin" gehauen hätte.

  • Die Anwältin verlas die Mail daraufhin im Gerichtssaal; die Staatsanwaltschaft beantragte die Ablösung des Schöffen wegen Befangenheit.

  • Das Amtsgericht Hamburg folgte jetzt dem Antrag. Damit muss der seit dem 4. Juni laufende Prozess komplett neu beginnen.

  • Der Schöffe verlas eine persönliche Erklärung. Darin bestritt er, sich verliebt zu haben. Er sei eben ein kommunikativer Mensch.

Teuer wird das Ganze für den Mann auch: Er muss die Kosten des Verfahrens tragen - geschätzt handelt es sich dabei um eine sechsstellige Summe.

Quelle: ntv.de