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Der TagScholz gibt sich ungewohnt selbstkritisch

22.01.2025, 07:44 Uhr

Gelinde gesagt hat Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem Ampel-Aus nicht gerade durch ausgiebige Selbstkritik geglänzt. Jetzt räumt der Sozialdemokrat tatsächlich eigene Versäumnisse ein. Angesichts seiner gegenwärtigen Beliebtheitswerte bleibt ihm wohl auch nichts anderes übrig ... Auf die Frage, warum ihm die eigene Fehleranalyse schwerfalle, sagte Scholz: "Niemand ist ohne Fehler. Auch ich nicht. Ja, es war kompliziert, die Koalition zusammenzuhalten. Zweimal musste ich sogar von meiner Richtlinienkompetenz Gebrauch machen, um einen Kompromiss zwischen Grünen und FDP zu erzwingen. Das zeigt, wie schwierig die Lage war", sagte Scholz der "Rheinischen Post".

"Im Rückblick frage ich mich, ob ich die Regierung vielleicht früher hätte beenden sollen, als deutlich wurde, dass nicht bei allen der Wille vorhanden war, sich zu verständigen und konstruktiv zu sein." Er empfinde es aber als "große Ehre, diesem Land zu dienen. Die Zeiten, in denen wir leben, sind sehr herausfordernd". Seine Motivation seien gerade vor allem die Wahlkampftermine. "Ich bin sehr gerne im Wahlkampf unterwegs. Da gibt es unglaublich viele intensive Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern, das motiviert mich und spornt mich an."

Quelle: ntv.de