Der TagScholz und Erdogan telefonieren zu Syrien - und sind sich einig
Bundeskanzler Olaf Scholz und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben am Montag in einem Telefonat über die Folgen des Sturzes von Machthaber Baschar al-Assad in Syrien gesprochen. Beide seien sich "einig, dass der Fall des diktatorischen Assad-Regimes eine sehr gute Entwicklung sei", erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit nach dem Gespräch. Es müsse Scholz und Erdogan zufolge nun "darum gehen, dass Syrien eine sichere Heimat für alle Syrer werde, unabhängig von deren ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit".
Dazu "gelte es auch, die territoriale Integrität und Souveränität zu erhalten", Scholz und Erdogan wollten "auf diese Ziele (...) gemeinsam mit den Partnern in der Europäischen Union wie auch der Region hinarbeiten", erklärte Hebestreit weiter. Kämpfer unter Führung der islamistischen, von der Türkei unterstützten Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten am Wochenende Damaskus erobert und den langjährigen Machthaber Assad gestürzt. Zugleich hatte die Türkei ihre Angriffe auf kurdisch kontrollierte Gebiete in Syrien wieder aufgenommen. Staatschef Erdogan betonte am Montag, sein Land strebe keine Ausweitung des türkischen Staatsgebiets auf Syrien an.