Der Tag

Der Tag Scholz wünscht sich eine "Welt, die zusammenarbeitet"

11.09.2022, 10:36 Uhr
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(Foto: dpa)

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich angesichts unterbrochener Lieferketten und der Energiekrise für die weitere Globalisierung der Wirtschaft ausgesprochen. "Ich halte nichts von Deglobalisierung", so der SPD-Politiker vor rund 600 Wirtschaftsvertretern bei den Baden-Badener Unternehmergesprächen. "Ich halte nichts davon, dass wir das, was den Wohlstand und den Fortschritt der letzten Jahrzehnte in der ganzen Welt möglich gemacht hat, aufgeben und plötzlich wieder uns alleine auf uns selber konzentrieren."

Die Welt werde multipolarer als je zuvor. Man müsse neben Asien auch nach Afrika oder Südamerika schauen, wo viele einflussreiche Nationen entstünden. "Und wir wollen unbedingt erreichen, dass es eine Welt ist, die zusammenarbeitet." Hierbei stehe nicht zuletzt die EU für die Hoffnung, mitreden zu können. Scholz betonte auch, dass nicht Verzicht, sondern Wachstum und technologischer Fortschritt die Lösung weltweiter Probleme sei.

Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung, möglichst unabhängig von russischem Gas zu werden, bezeichnet Scholz als großen Erfolg. Noch seien zwar nicht alle Probleme gelöst, die sich vor allem durch die extrem gestiegenen Energiepreise ergäben. Er ziehe aber das Fazit: "Wir kommen wohl durch."

Quelle: ntv.de