Der TagSecurity bewacht sieben Zentimeter zu niedriges Geländer
Man könnte an einen Aprilscherz denken, doch dafür ist es noch zu früh. Tatsächlich gibt die Stadt Frankfurt Tausende Euro pro Woche aus, weil in einer Grundschule das Geländer einer Treppe nicht wie in der "Muster-Schulbau-Richtlinie" vorgeschrieben 110 Zentimeter hoch ist, sondern nur 103 Zentimeter. Eine Sprecherin des zuständigen Dezernats sagt, dass ein Sicherheitsdienst deswegen das Treppengeländer bewacht. Bis eine "bauliche Lösung" gefunden ist, soll das so bleiben. Die Bewachung des sieben Zentimeter zu niedrigen Geländers kostet nach Angaben der Stadt rund 13.700 Euro brutto pro Woche. Aufgefallen sei das Geländer bei einer Routinebegehung. Nachvollziehen kann die Schule die Sache nicht. Von der Schulleitung heißt es, das Geländer sei seit 100 Jahren so "und bisher hat es niemanden gestört". "Für die Bewachung werden jetzt Steuergelder verbraten, die dringend für die Schulen benötigt würden", sagt Solmaz Heidlindemann. Der Fall zeige "die ganze Planlosigkeit und das Missmanagement" der Frankfurter Ämter und Behörden.