Der TagSeehofer: Keine Aufnahme von Migranten mit Belarus vereinbart

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko will einen "Korridor" nach Deutschland für die rund 2000 Menschen, die gerade bei eisiger Kälte in einem Lager an der Grenze zu Polen festsitzen. Doch das hat er offenbar so mit der deutschen Regierung - genauer gesagt am Telefon am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel - nicht besprochen: Bundesinnenminister Horst Seehofer hat klargestellt, dass es keine Vereinbarung mit Belarus über die Aufnahme von 2000 Migrantinnen und Migranten gebe. "Diese Meldung ist falsch", sagte der geschäftsführende Minister in Warschau nach einem Treffen mit Polens Innenminister Mariusz Kaminski.
Seehofer lobte derweil Polens Bemühungen zur Abwehr organisierter Migrationsbewegungen aus Belarus. "Das, was Polen in dieser Migrationskrise macht, ist richtig und ist legitimiert." Es gehe um eine irreguläre Migration, die in perfider Art und Weise aus Belarus organisiert und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von Russland unterstützt werde. An der belarussisch-polnischen Grenze harren Tausende Menschen aus. Viele von ihnen stammen aus dem Irak, aus Syrien oder Afghanistan. Die meisten von ihnen wollen nach Deutschland.