Der TagSeit 150 Jahren gibt es "geschiedene Leute" in Deutschland
Der englische König Heinrich VIII. brach dafür mit der katholischen Kirche und schickte zwei seiner Angetrauten sogar in den Tod, um sich ihrer zu entledigen. Heute geht das alles deutlich unaufgeregter, denn eine Scheidung ist rechtlich kein Problem mehr. Und der Bedarf ist offenkundig da: "Bis dass der Tod uns scheidet" gilt für wenige Ehen in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt werden Ehen im Durchschnitt nach gut 15 Jahren geschieden. Geben tut es die Scheidung in Deutschland seit genau 150 Jahren und das hat mit Einführung der Zivilehe im damaligen Preußen zu tun. Seitdem sind kirchliche und standesamtliche Ehe zwei verschiedene Paar Schuhe und somit ist es auch möglich, sich legal scheiden zu lassen. Denn die Auflösung einer Ehe hatte die Kirche strikt verboten. Zum Jahrestag gibt es auch eine gute Nachricht: Die Zahl der Scheidungen ist nicht auf einem Allzeithoch. Das war 2005, als jede zweite Ehe im Schnitt geschieden worden ist (51 Prozent). Inzwischen ist es "nur" jede dritte Ehe.