Der Tag

Der TagSie füllte Asche ihres Mannes ins Kopfkissen - lebenslänglich

18.12.2020, 15:01 Uhr

Im Prozess um einen bizarren Giftmord in Tegernsee ist eine 49 Jahre alte Frau vor dem Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Krankenschwester ihren Ehemann im Jahr 2018 mit Gift getötet und später seine Urne auf dem Friedhof ausgegraben hatte. Teile seiner Asche füllte sie demnach in ihr eigenes Kopfkissen. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

Der Vorsitzende Richter Thomas Bott erklärte:

  • Die Frau habe aus Sicht des Gerichts ihrem Mann, einem Arzt, im August 2018 in der gemeinsamen Wohnung in Tegernsee immer wieder Insulin und Morphium gespritzt.

  • Nach mehrstündigem Todeskampf starb der 60-Jährige. Dabei habe sie planvoll und aus Habgier gehandelt.

  • Später habe sie dann das Urnengrab ihres Mannes aufgebohrt und die Urne mitgenommen.

  • Die Witwe, die wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt wurde, unterbrach den Richter beim Urteil durch laute Zwischenrufe. Weil sie sich auch nach mehreren Ermahnungen nicht beruhigte, wurde sie aus dem Saal verwiesen.

Quelle: ntv.de