Der TagSo hoch ist das Strompreisgefälle zwischen Stadt und Land
Wer in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land wohnt, hat es eigentlich gut. In der Regel hat man seine Ruhe und kann sich an der atemberaubend schönen Landschaft (Meer, Wald, Wiesen ...) erfreuen. Doch beim Blick auf die jährliche Stromrechnung dürfte die Freude weniger groß sein. In dem Bundesland müssen Haushalte auf dem Land für 4250 Kilowattstunden durchschnittlich 117 Euro beziehungsweise neun Prozent mehr zahlen als in der Stadt. Das geht aus Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24 hervor.
Im Bundesdurchschnitt muss demnach der- oder diejenige, der/die auf dem Land lebt bei gleichem Jahresverbrauch zwei Prozent mehr bezahlen als Stadtbewohner. Im Jahr macht das rund 25 Euro aus. MV ist im Ländervergleich Spitzenreiter. In den meisten anderen Bundesländern ist das Gefälle beim Strompreis geringer. Nur in Hessen und Thüringen ist Strom der Analyse zufolge in der Stadt leicht teurer. Ein Grund für die Preisunterschiede seien die Netznutzungsentgelte, betonen die Marktbeobachter von Check24. Sie machen rund ein Viertel des Strompreises aus. In weniger stark bewohnten Gebieten würden die Kosten auf weniger Einwohner verteilt und fielen deshalb pro Haushalt höher aus.